Wildgänse besitzen viele Synonyme

Wildgänse, häufig auch Graugänse genannt, gehören der Gattung der Feldgänse ans. Feldgänse wiederum gehören zur Familie der Entenvögel. Die heute domestizierten Hausgänse sind Nachfahren der Wildgänse. Neben der Kanadagans zählen sie zu den größten Gänsen in Europa. Die Körperlänge der Tiere beträgt 75 – 90 cm, ihr Gewicht zwei bis vier Kilo. Die Weibchen sind etwas leichter als die Ganter.


Wildgänse bestechen durch eine treue Seele

Typischerweise ist das Gefieder in hellen Grau- und Brauntönen gehalten. Der vordere Flügelbereich fält dabei sehr hell aus und erzeugt während des Flugs eine silber-schimmernde Wirkung. Die Schwanzdecken sind weiß und auf der Unterseite des Vogels finden sich einige schwarze Flecken unterschiedlicher Größe. Charakteristisch sind der relativ große Schnabel und der dicke Hals des Tieres.

Wildgänse sind hauptsächlich in der Nähe von Seen und Flüssen anzutreffen. Da es sich um Brutvögel handelt, bevorzugen sie schilfreiche Gegenden, um ungestört brüten zu können. Sie leben überwiegend in Ost- und Nordeuropa und ziehen zum Überwintern in den Süden. Ihre Ziele sind dabei unter anderem die Adria-Küsten und die Küsten Nordafrikas. Tendenziell überwintern die Populationen jedoch immer weiter im Norden. Bleibt der Zug nach Süden aus, spricht man von Standvögeln – nicht mehr von Zugvögeln. Die östlichen Gänse unterscheiden sich von den westlicheren hinsichtlich der Schnabelfarbe: Eher orange im Westen, weisen sie im Osten einen rosafarbenen Ton auf. Die Wildgänse treten in großen Schwärmen auf, wenn nicht gerade Paarungs- oder Brutzeit herrscht. Ein Tier kann bis zu 17 Jahre alt werden.

Wildgänse treibt es ans Wasser und ans Land

Obwohl sie sich so gerne im Wasser aufhalten, finden die Vögel ihr Futter hauptsächlich an Land. Sie ernähren sich zwar auch von Wasserpflanzen. Bevorzugt weiden sie jedoch auf saftigen Wiesen und fressen dort kurze Gräser und Kräuter. Mit Hilfe ihres Schnabels sind sie sogar in der Lage, in der Erde nach Wurzeln zu graben. Die Tiere sind sowohl bei Tag als auch bei Nacht aktiv. Häufig finden sie nur nachts die nötige Ruhe zur Nahrungsbeschaffung. Gebrütet wird von März bis Ende April. Ein beliebter Brutplatz sind Inseln oder auch Seeufer. Die Jungtiere bleiben in der Regel bis zur nächsten Brut bei den Eltern und trennen sich auch später nie ganz von diesen. Bei den Graugänsen handelt es sich zudem um sehr partnertreue Tiere.


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