Schwanengans oder doch Höckergans?

Die Schwanengans gehört zu den Feldgänsen aus der Familie der Entenvögel. Sie wurde bereits domestiziert und ist auch unter dem Namen Höckergans bekannt. Höckergänse lassen sich auch problemlos mit der normalen Hausgans kreuzen.



Die weite Herkunft der Schwanengänse

Der ursprüngliche Lebensraum der Schwanengans liegt in den nord- und südostlichen Regionen Asiens. Dort kommt sie unter anderem in Thailand, Mongolei, Russland, Taiwan, Japan, Nord- und Südkorea, Laos und China in freier Wildbahn vor. Ihre größte Verbreitung hat sie dabei in der Mongolei und China, da sie bevorzugt in den dortigen Sumpfgebieten und Flüssen in großen Gruppen brütet. Bei Anbruch des Winters ziehen die in den nördlicheren Gegenden lebenden Tiere in den Süden und überwintern dort meist etwa bis zum April.

Mit der Schwanengans auf dem Weg ins Grüne

Die Schwanengans ernährt sich wie die meisten Gänse von Gräsern und anderen Pflanzen, darunter verschiedene Kräuter und Wasserpflanzen. Nach Einbruch der Dunkelheit begeben sie sich in kleinen Gruppen auf Nahrungssuche.

Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich, wobei die Weibchen meist etwas kleiner sind. Jedoch gibt es bei Schwanengänsen keine farblichen Unterschiede im Gefieder der Geschlechter. Im Nacken ist das Gefieder der Tiere braun. Die Färbung zieht sich bis zum Hinterkopf. Vorne sind die Hälse weiß bis cremefarbig. Bis auf den Bürzel und den Bauch, die ebenfalls hell sind, sind die Federn braun. Im Vergleich zu anderen Gänsen sind die Beine der Schwanengans relativ lang. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von knapp 90cm. Ihre Flügelspannweite kann bis zu 1,8m betragen. Das Gewicht schwankt zwischen 2,7 und 4kg.

Mit einem Alter von 2 Jahren ist eine Schwanengans geschlechtsreif. Ihre Nester bauen sie möglichst nahe am Wasser, wo die Ufervegetation dichter ist. Insgesamt kann das Gelege eines Weibchens 5 bis 8 Eier enthalten. Während das Männchen den Brutplatz bewacht, brütet das Weibchen die Eier innerhalb eines Monats aus. Sind die Küken geschlüpft, folgen sie als Nestflüchter gleich den Eltern aus dem Nest. Die Lebenserwartung von Schwanengänsen schwankt erheblich zwischen Tieren, die in Freiheit leben, und denen, die in Gefangenschaft geboren werden. In Gefangenschaft lebende Tiere können bis zu 20 Jahre alt werden, während die Lebenserwartung ihrer frei lebenden Artgenossen weit darunter liegt.



Da sich ihr Bestand durch die Trockenlegung zahlreicher Sümpfe stark reduziert hat, stehen die Schwanengänse in Südkorea, der Mongolei und Russland unter Naturschutz. Seit den 70er Jahren hat sich ihre Anzahl um etwa 90% verringert.

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