Einige Schneegänse haben Historie…

Die Schneegans gehört zur Gruppe der Feldgänse und damit zur Familie der Entenvögel. Sie wurde 1758 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Man unterscheidet die Kleine Schneegans und die Große Schneegans, wobei die Kleine Schneegans ein blaugraues Gefieder hat, während ihre große Artgenossin über ein weißes Federkleid verfügt, das ihr schließlich den Namen gegeben hat. Eine Verpaarung mit farbungleichen Partnern kommt so gut wie nie vor, sodass sich die weiße Farbe erhält. Männchen und Weibchen sind sich sehr ähnlich, wobei die Jungtiere eher ein gräuliches Gefieder haben. Die ausgewachsenen Tiere wiegen in der Regel zwischen 2,5 und 4 kg und können bis zu 20 Jahre alt werden.


Schneegänse und ihr eisiges Leben

Ihre Brutplätze befinden sich in Grönland, in Nord-Kanada und im Nordosten Sibiriens. Da Schneegänse jedoch Zugvögel sind, überwintern sie im Süden, vor allem in den USA. In Europa sieht man sie eher selten, wenn doch, dann meist in Gruppen mit anderen wilden Gänsen.
Der Abflug in den Süden beginnt in der Regel August oder September, die Ankunft erfolgt im Oktober. Die Flüge zurück in ihre Brutgebiete beginnen im darauffolgenden Jahr im Februar bis April. Nach Ankunft im Mai, Männchen und Weibchen bereits fest verpaart, beginnen sie sofort mit dem Nestbau. Im sommerlichen Brutgebiet bevorzugen sie zwar einige arktische Gräser, sind jedoch was die Nahrung betrifft sehr anpassungsfähig und fressen auch andere Pflanzen wie z.B. Triebe von Weiden, Moosen und Flechten. Schneegänse sind Paare auf Lebenszeit, trotzdem sind sie Koloniebrüter, meist mit festen Brutplätzen. Interessanterweise wird, wie z.B. auf der sibirischen Wrangellinsel, an Stellen wo die Nestdichte sehr hoch ist, der Boden mit dem Kot der Schneegänse gedüngt, sodass die Vegetation dort etwas üppiger ist.


Schneegänse wissen zu geben und zu nehmen

Das wiederum kommt dem Nahrungsangebot zugute. Die Vögel brüten in Bodenmulden, die sie zunächst mit Pflanzenteilen auslegen und diese dann mit Daunenfedern abdecken. Die Brutzeit beträgt nur 21 Tage, in der Regel legen sie 4-6 Eier. Nach dem Schlüpfen sind die Jungvögel nach 6 Wochen flügge, während ihre Eltern gleichzeitig in der Mauser sind, bedingt durch den kurzen arktischen Sommer. Die Jungvögel sind nach drei Jahren geschlechtsreif. Die Bestände der Schneegänse haben weltweit in allen Brutgebieten abgenommen, die Art ist jedoch nicht gefährdet. Die Gründe für den Rückgang liegen vor allem in der Besiedelung des amerikanischen Westens und der dadurch bedingten Bejagung. Letztere war früher sehr einfach. Die flugunfähigen Mauservögel wurden erschlagen, oder es wurden die Eier entwendet. Inzwischen stehen sie unter Naturschutz.

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