Saatgänse sind die Königinnen der Lüfte

Die Saatgans gehört zur Gruppe der Gänsevögel, ihr lateinischer Name lautet Anser fabalis. Beschrieben und erwähnt wurde die Saatgans erstmals 1787 von Dr. John Latham. Die Saatgans gehört zu den Zugvögeln und sucht immer wieder ihre gewohnten Brutstätten und Winterquartiere auf. In Deutschland findet man die Tiere überwiegend im Norden, wo sie sich den Winter über in der Nähe von Gewässern und abgeernteten Feldern aufhalten. Die Zahl der Saatgänse in Europa wird auf ca. 200 000 Exemplare geschätzt.



Die Farbe unterscheidet Saatgänse von Artgenossen

Die Gefiederfärbung dieser Gänse Art ist meist grau bis braun, der Kopf und der Hals sind dabei etwas dunkler, was sie auch von anderen Gänsearten unterscheidet. Die Schnabelfarbe variiert zwischen rot und schwarz. Saatgänse erreichen eine Größe von 65 bis 90 cm, ihre Flügelspannweite beläuft sich auf 140 bis 170 cm. Das Gewicht ausgewachsener Tiere schwankt zwischen 3 und 4 Kilo. In freier Wildbahn können diese Tiere durchaus bis zu 20 Jahre alt werden. Hauptsächlich ernähren sich Saatgänse von Körnern, Gräsern, Wurzeln, Quecken und Beeren, aber auch Würmer und kleinere Insekten werden von ihnen nicht verschmäht.
Allerdings können die Gänse auch größere Fraß Schäden verursachen, in dem sie sich an der Getreideaussaat gütlich tun, was sie bei den Landwirten nicht grade beliebt macht. Jungvögel ernähren sich hingegen von Knospen, Blüten und allerlei Kleingetier, wie Schnecken, Würmer oder Fischeier.

Wie sieht die Jugend der Saatgänse aus?

Zwischen ihrem zweiten und dritten Lebensjahr suchen sich die Gänse einen Partner, um sich zu vermehren. Diese Partnerschaft hält wie bei vielen Vogelarten ein Leben lang. Im Schnitt werden 4 bis 6 Eier gelegt, dazu baut das Weibchen ein Gelege aus Zweigen, welches sich meist in sumpfigen Gebieten befindet. Für das Ausbrüten ist allein das Weibchen zuständig, während das Männchen für den Schutz der Brut sorgt. Die Brut schlüpft nach ca. 28 Tagen und ist nach etwa anderthalb Monaten flügge. Die Jungtiere bleiben danach noch ungefähr ein Jahr mit ihren Eltern zusammen.



Die meisten Brutgebiete der Saatgänse befinden sich in der Taiga oder der Tundra, wo die Vögel in großen Scharen brüten und bis zum Aufbruch in ihre Winterquartiere verbleiben. Zwischen Juli und August findet bei den Altvögeln die Mauser statt. Anfang September fliegen die Gänse in großen Familienverbänden in ihre Winterquartiere, dabei kann man ihre Scharen am Himmel beobachten.

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