Rostgänse – Gänse mit rot-braunem Gefieder

Die Rostgans verdankt ihren Namen ihrem Gefieder, das sowohl rot-braun, als auch gelb-braun gefärbt sein kann. Die Männchen unterscheiden sich von den Weibchen in ihrer Färbung durch einen schwarzen Halsring, der aber nur in der Paarungszeit deutlich sichtbar wird. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der gelb-weiße Kopf des Männchens, der beim Weibchen etwas heller, fast weiß ist.



Rostgänse sind ca. 60-67 cm groß und ca. 1-1,5 kg schwer, wobei das Männchen im Durchschnitt etwas mehr wiegt, als das Weibchen. Die Vorderflügel der Rostgänse sind weiß, die Schwingen und der Schwanz schwarz. Diese weiße und schwarze Färbung sieht man am deutlichsten, wenn die Tiere fliegen. Rostgänse gehören zur Unterfamilie der Halbgänse, weil sie sowohl Merkmale der Enten, als auch der Gänse besitzen. Rostgänse stammen ursprünglich aus dem innerasiatischen Raum, wo sie in Steppen- und Wüstengebieten leben und dort hauptsächlich salzhaltige Gewässer besiedeln.

Der Lebensraum und die Lebensweise der Rostgänse

In Europa kommen auch immer wieder Rostgänse vor, allerdings handelt es sich bei diesen Tieren nicht um Exemplare, die sich direkt aus ihrem asiatischen Lebensraum in Europa angesiedelt haben, sondern um so genannte Neozoen. So werden Tierarten genannt, die von ihrem Ursprungsgebiet durch den Einfluss von Menschen in andere Gebiete gebracht worden sind und sich diesem neuen Lebensraum angepasst haben.

Vegetarisch ist die Mahlzeit der Rostgänse

Rostgänse ernähren sich hauptsächlich vegetarisch, fressen aber ab und zu auch Würmer, Insekten, kleine Krebse u.ä.
Die Form ihrer Nahrungsaufnahme nennt man „gründeln“ – das Abtauchen mit Kopf und Hals ins Wasser, um Nahrung vom Gewässerboden aufzunehmen. Dieses Merkmal ist typisch für Enten. Rostgänse pflegen eine lebenslange Paarbindung. Das ist eine Eigenschaft, die wiederum typisch für Gänse ist. Sie sind Höhlenbrüter. Das bedeutet, sie legen ihre Nester in Höhlen an, die sie entweder bereits fertig vorfinden (z.B. in Felsnischen, hohlen Bäumen u.ä.) oder selber anfertigen. Je nach Verbreitungsgebiet legen die Rostgänseweibchen ab Mitte März, bzw. ab Mitte April 8-10 Eier. Das Weibchen bebrütet das Gelege ganz alleine, während das Männchen sich in der unmittelbaren Nähe des Nests aufhält, um es zu bewachen.



Nach ca. 4 Wochen schlüpfen die Jungen und verlassen, da sie Nestflüchter sind, ihr Nest bereits wenige Stunden nach ihrem Schlupf. Sie werden von ihren Eltern bewacht und potentielle Feinde rigoros und aggressiv vertrieben. Nach 7-8 Wochen sind die Küken flügge und somit unabhängig von ihren Eltern. Nach weiteren 1-2 Wochen gelten sie als erwachsen und die Jugendmauser beginnt. Im 2. Jahr tritt dann die Geschlechtsreife ein.

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