Für Gänse darf’s etwas mehr Landwirtschaft sein

Gänse in der Landwirtschaft haben eine lange Geschichte. Bereits Römer und German hielten sich die Vögel. Damals schätzte man die Tiere wegen ihrer Federn und ihres Fleisches. Was wir heute als Hausgans kennen, ist die domestizierte Form der Graugans, die damals vermutlich noch als solche gerne gehalten wurde. Die Züchtung und Rassenbildung bei Gänsen fand weitestgehend in Europa statt.

Gänse in der Landwirtschaft Gänse in der Landwirtschaft – Foto: Mirek Hejnicki

Welchen Beitrag leisten Gänse in der Landwirtschaft?

Optisch wird mit der Gans heute meist das weiße gefiederte Tier verbunden. Dabei handelt es sich um die Hausgans. Diese war ursprünglich grau. Auch bei der domestizierten, weißen Gans kommen selten noch farbliche Unterschiede vor. Das Gefieder der Tiere kann dann auch zum Teil bläulich, braun, gescheckt oder grau sein. Die Gänse in der Landwirtschaft werden heute zu verschiedenen Zwecken gehalten.



Zum einen sind es ihre Eier, die gewonnen werden sollen. Diese stellen mancherorts eine lokale Spezialität dar. Zum anderen werden die Gänse auch als Mastvieh gehalten und geschlachtet. Gerade am Martinsfest und an Weihnachten essen viele Menschen gerne Gans. Ein weiteres beliebtes Produkt ist die Gänseleber. Zu Pastete verarbeitet gilt sie weithin als Delikatesse. Allerdings ist das dazu erforderliche Stopfen der Tiere in Deutschland, Österreich und der Schweiz verboten. Die Gänseleber, die sich letztlich in den Pasteten wiederfindet kommt daher meistens von Tieren, die aus Frankreich, Italien oder Ungarn importiert wurden.

In der Landwirtschaft hat Gans ihren ganz eigenen Posten

Je nachdem, wofür die Gans verwendet werden soll, wird sie in der Landwirtschaft auch auf unterschiedliche Weise gehalten. Da sie bis zu 60 Eier liefern kann, ist eines der Anwendungsfelder der Gans mit Sicherheit die Haltung als Legegans. Mastgänse hingegen werden gehalten, um einmal geschlachtet zu werden. Hier soll das Fleisch verwendet werden. Nicht länger als acht Monate dauert es dabei in der Regel, bis Küken ihr Schlachtgewicht erreichen. Dieses liegt bei rund fünf Kilo. Je nachdem, ob die Tiere intensiv gemästet werden oder mittels Weidemast auf ihr Gewicht gebracht werden sollen, dauert es kürzer oder länger, bis sie die gewünschten Kilos auf die Wage bringen.

Wer gerne auf Gänse aus einer Landwirtschaft zurückgreifen möchte, in der diese auch artgerecht gehalten wurden, der ist gut beraten, auf heimische Tiere zu setzen. Meist erfolgt die Haltung hier in Kleinbetrieben. Während in den USA Großmast industriell betrieben wird, sind in osteuropäischen Ländern die Haltungsbedingungen oftmals nicht artgerecht und für die Tiere mit Qualen verbunden.



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