Für Pfeifschwäne zählt Besiedlung

Mit geschätzten 170 000 Exemplaren um 1990 sind die Pfeifschwäne die in Nordamerika am weitesten verbreitete Schwanenart.

Sie gehören zur Familie der Entenvögel (Anatidae) und zur Gattung der Schwäne (Cygnus). Der mit wissenschaftlichem Namen heißende Cygnus columbianus und seine Unterart Cygnus columbianus bewickii, der in den Tundren Eurasiens beheimatete Zwergschwan, sind zwei von sieben Schwanenarten weltweit. Ihre Körperlänge liegt zwischen 120 und 150 cm und ihre Flügelspannweite bei 250 cm – sie sind somit größer als ihre Unterart. Ein Männchen wiegt durchschnittlich etwa 7,5 kg und ein Weibchen etwa 6,5 kg. Ihr Gefieder ist weiß und ihre Beine schwarz. Unterhalb der Augen befindet sich auf ihrem sonst schwarzen Schnabel ein gelber Fleck.



Pfeifschwäne (Cygnus columbianus) in Feuchtgebieten

Feuchtgebiete in Alaska und Kanada sind die Brutplätze der Pfeifschwäne. Zur Überwinterung brechen sie im September oder Oktober Richtung Süden auf und erreichen nach ein bis zwei Monaten die USA. Nach ihrer Rückkehr zu den Brutplätzen im Mai beginnt die Paarungszeit. Etwa im Alter von drei Jahren binden sich Pfeifschwäne fest an einen Partner und bleiben zusammen, bis einer von ihnen stirbt. Manche von ihnen bleiben danach nur einige Jahre alleine, andere für immer. Ihr Nest bauen sie gemeinsam; danach brütet das Weibchen zwei bis sieben Eier aus, während das Männchen Wache hält. Nach 30-32 Tagen schlüpfen die Küken. Sie werden nicht wie bei vielen anderen Vogelarten unter dem Gefieder der Eltern gewärmt sondern auf deren Rücken. Nach etwa 70 Tagen werden sie bereits flügge, also viel schneller als bei anderen Schwanenarten.

Viele Pfeifschwäne werden mit dem Winter nicht warm

Über Winter bleibt die Familie zusammen und trennt sich erst nach Rückkehr ins Brutgebiet, da die Pfeifschwäne zur Brutzeit sehr territorial sind. Dennoch werden die Jungen manchmal von Füchsen, Kojoten, Wölfen, Waschbären oder Steinadlern gerissen, während die ausgewachsenen Schwäne nur selten von anderen Tieren angegriffen werden. Lediglich von Menschen werden sie in manchen Bundesstaaten der USA gejagt. 4000 werden offiziell pro Jahr erschossen, weitere 6000 bis 10000 Exemplare illegal. Ihre natürliche Lebenserwartung ist 20 Jahre. Zur Brutzeit ernähren sich die Pfeifschwäne hauptsächlich von Wasserpflanzen, hier vor allem von Laichkräutern, aber auch von Insekten. Während ihrer Reise und im Winterquartier fressen sie aber auch Feldfrüchte, da die meisten Feuchtgebiete und deren Pflanzenangebot durch die Bebauung verschwinden.



Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *