Das Leben der Gänse

In Deutschland, Österreich und der Schweiz kümmern sich noch heute tausende Bauern darum, dass Scharen von Gänsen ein unbeschwertes Leben führen können - Tag für Tag, Jahr für Jahr.

Welche Merkmale zeichnen Nilgänse aus?

Die Nilgans gehört zu den Halbgänsen aus der Familie der Entenvögel. Halbgänse haben ihren Namen von ihrem Erscheinungsbild, da ihr Äußeres teilweise dem einer Ente und teilweise dem einer Gans entspricht.

Sie ist an subtropischen Flüssen und Seen Afrikas beheimatet. Da sie südlich der Sahara vorkommt, wird sie als ein afrotropischer Vogel bezeichnet. Mittlerweile ist sie auch in vielen mitteleuropäischen Städten anzutreffen, da Populationen aus Parks oder Tierhaltung aus ihrer Gefangenschaft entkommen sind oder ausgesetzt wurden und verwilderten. Diese Entwicklung wurde dadurch ausgelöst, dass die Nilgans seit dem 18. Jahrhundert in Europa als Ziervogel gehalten wird. In früherer Zeit kam sie auch auf dem Balkan vor, wurde dort jedoch im Laufe der Jahre vollständig ausgerottet. Berichte über Sichtungen der Nilgänse in Ungarn und Bulgarien reichen noch bis in das 19. Jahrhundert. In Afrika brüten Nilgänse hauptsächlich auf den Bäumen in den Savannen und an Flüssen Südafrikas. Ihren Namen hat die Nilgans, wie unschwer zu erkennen ist, vom gleichnamigen ägyptischen Fluss. In Theben wurde die Nilgans als heiliger Vogel verehrt und war damit ein Teil der ägyptischen Mythologie.

Im Vergleich zu anderen Gänsen haben Nilgänse relativ lange Beine. Auffällig sind die charakteristischen Flecken um die Augen. Der Schnabel kann eine leichte rosige bis tiefrote Färbung annehmen. Unter dem bräunlichen Ring an ihrem Hals ist die Brust der Nilgans grau. Das Gefieder der Flügel ist braun und der kurze Schwanz eher dunkel. Die relativ bunte Färbung der Nilgans ist der Grund für ihre frühere Beliebtheit bei europäischen Vogelhaltern. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nur dadurch, dass die Männchen etwas größer sind als die Weibchen.

Wenn in ihren afrikanischen Verbreitungsgebieten die Regenzeit einsetzt, beginnt auch die Paarungszeit der Nilgänse. In Südafrika ist dies etwa im Zeitraum zwischen Juni und September anzusiedeln. Während der Brutzeit weisen Nilgänse ein starkes Revierverhalten auf und vertreiben andere Entenvögel aggressiv von ihren Brutplätzen. Meist legen Nilgänse ihre Nester in einer Höhe von etwa 20 Metern an. In Europa übernehmen sie auch Krähennester oder die Horste von Greifvögeln. Die glänzend weißen Eier werden in der Regel etwa einen Monat lang ausgebrütet. Nachdem die Küken geschlüpft sind, werden sie von beiden Elterntieren gemeinsam aufgezogen, bis sie mit etwa zehn Wochen ausgewachsen sind.