Einige Gänsearten machen Farben salonfähig

Schwan im Wasser Prächtiger Schwan – Foto: Joss

Gänsearten, zu welchen auch die Untergruppe der Schwäne gezählt wird, heben sich durch einige besondere Merkmale von ihrer Verwandtschaft mit den Enten ab. Bei echten Gänsen gibt es keine Farbunterschiede des Gefieders zwischen den Geschlechtern. Das genaue Aussehen einiger Gänsearten, zu denen die Hausgans sowie auch die braungraue Graugans gehört, dürfte jedermann hinlänglich bekannt sein. Ihre Nahrung besteht ausschließlich aus Gräsern, Kräutern und anderen pflanzlichen Stoffen. Sie nehmen diese gründelnd aus dem Wasser auf oder weiden an Land. Gänsearten halten sich wesentlich länger im Trockenen auf als Enten und Schwäne. Dadurch resultiert auch ihr, im Vergleich zu den Letztgenannten, kürzerer Hals und ihre längeren Beine.


Gänsetiere sind äußerst gesellige Tiere. Auf ihren Wanderungen rotten sie sich zu großen Flugformationen zusammen. Dabei ist es völlig gleichgültig, welcher speziellen Art eine Gans angehört. Viele von ihnen legen ein ebenso soziales Brutverhalten an den Tag. Eine Gänsefamilie hält fest zusammen, bis die heranreifenden Junggänse einen eigenen Partner gefunden haben, welchem sie lebenslang treu bleiben.

Gänsearten und deren Vielfalt

Höckergans in freier Natur Portrait einer Höckergans – Foto: Onkelchen

Eine der bekanntesten Gänsearten ist die Graugans. Sie ist vor allem in Sümpfen und feuchten Niederungen heimisch, und heutzutage nimmt ihre Verbreitung auch in europäischen Gefilden stetig wieder zu. Im antiken Ägypten schon war sie, als Opfertier und als schmackhafter Braten auf den Festtafeln der Pharaonen, höchst begehrt. Sie wurden damals bereits als Haustiere gehalten.

Die Brutzeit einiger Gänsearten dauert in etwa vier Wochen. Ihre Nester legen sie sorgfältig auf kleinen Hügeln oder Inselchen an, und polstern diese weich mit Daunen aus. Füchse und andere räuberische Säugetiere können so nu schwer an die Brutplätze heran gelangen. In der Regel schlüpfen aus den Eiern vier bis acht kleine Gänseküken, in der Fachsprache Gössel oder auch Gänsel genannt. Die Jungen sind braun bis gelblich gemustert. Der Ganter hält meistens so ausdauernd und hingebungsvoll am Nest Wache, dass er sogar seine eigene Nahrungsaufnahme vernachlässigt und in dieser Zeit merklich abmagert. Die jungen Gänse werden nach circa zwei Monaten flügge.

Der Norden zieht viele Gänse in seinen Bann

Aus dem Norden kommen ebenfalls drei sehr bekannte Gänsearten. Die dunkelgrau gefärbte Saatgans ist in den endlosen Weiten der russischen Taiga beheimatet. Dort brütet sie in den dichten Nadelwäldern. Der natürliche Lebensraum der Bleßgans sind die Tundragebiete im Norden Sibiriens und Nordamerikas. Sie ist leicht mit der Graugans zu verwechseln, ist aber um einiges kleiner als diese und hat ein weißes Gefieder auf der Stirn. Die zierlichen Zwerggänse, welche nur etwa 60 cm groß werden, stammen aus Skandinavien und der Tundra Nordasiens.



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