Kurzschnabelgänse – und doch Enten?

Die Kurzschnabelgänse gehören zu den Feldgänsen aus der Familie der Entenvögel. Sie lebt eher in nördlichen Gebieten wie Island, Grönland und dem nördlichen Skandinavien und brütet in den verschiedenen Gewässern der arktischen Tundra. In der kalten Jahreszeit ziehen die Kurzschnabelgänse in ihre Überwinterungsgebiete, die sich in Mitteleuropa, an der Nord- und Ostsee sowie in Großbritannien befinden. Besonders zahlreich ist sie dann auch in den Küstengebieten Belgiens und der Niederlande vertreten. Da Kurzschnabelgänse sehr gesellige Tiere sind, sind sie vor allem im Winter in sehr großen Gruppen anzutreffen.



Der eigenwillige Charakter der Kurzschnabelgänse

Wie fast alle Gänse ernähren sich Kurzschnabelgänse von verschiedenen Arten von Gräsern, Pflanzen und Kräutern. Bevorzugt verspeisen sie auch Klee und Löwenzahn. Sie begeben sich meist in großen Gruppen an Gewässern auf Nahrungssuche. Wenn sie in größerer Zahl unterwegs sind, können sie unter Umständen große Schäden an der Umgebung verursachen.

Ausgewachsene Kurzschnabelgänse können bis zu 75cm groß werden. Ihre maximale Flügelspannweite liegt bei etwa 1,5m bei einem Gesamtgewicht von etwa 2,5kg. An den Flanken, den Flügel und auf dem Rücken sind die Tiere grau mit hellen Federspitzen. Der Kopf ist dunkelbraun mit einem kurzen schwarzen Schnabel, welcher der Namensgeber für diese Gänseart ist. Die Federn unterhalb des Bauches und am Bürzel sind weiß. Charakteristisch für die Kurschnabelgans sind die pinkfarbenen Beine, die typisch für diese Art sind.

Die meisten Kurzschnabelgänse machen sich in Sachen Treue alle Ehre

Wie alle Feldgänse sind Kurzschnabelgänse ihr Leben lang einem einzigen Partner treu, außer der Partner stirbt oder die Tiere werden durch andere Umstände voneinander getrennt. Anfang April bis Mitte Ma beginnt die Paarungszeit der Kurzschnabelgänse. Die Brutplätze werden innerhalb kleinerer Kolonien angelegt. Im Juni findet in der Regel die Ablage der Eier statt. Das Gelege kann aus bis zu sieben Eiern bestehen, normal sind jedoch etwa vier bis sechs Eier. Das Bebrüten der Eier dauert ungefähr einen Monat. Die Küken schlüpfen als Nestflüchter und werden innerhalb von zwei Monaten von beiden Elterntieren aufgezogen, wobei das Männchen meist nur das Beschützen der Familie übernimmt.



Auch nach Erlernen ihrer Flugfähigkeit bleiben die Jungtiere bis zur nächsten Brutperiode bei den Eltern. Danach suchen sie sich selbst eigene Partner. Die Lebenserwartung von Kurzschnabelgänsen kann bis zu 20 Jahre betragen, ein Alter, das allerdings nur unter besonders günstigen Umständen erreicht werden kann.

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