Kaisergänse sind die besseren Enten?

Kaisergänse zählen allgemein zu der Gattung der Enten. Diese Vögel kommen ursprünglich aus Alaska und finden sich ebenso in Teilen des Nordens Sibiriens wieder. Allerdings liegt ein gewaltiger Unterschied der Kaisergänse im Gegenteil zu seinen Artgenossen in ihrer bevorzugten Brutumgebung.



Kaisergänse bevorzugen hierzu die verschiedenen Küstengebiete, da sie dort sowohl im Sommer als auch im Winter brüten und auf Nahrungssuche gehen. Zudem unterscheiden sich diese Gänse dadurch, dass sie nicht wie andere Vögel in Kolonien brüten, sondern besonders dynamisch ihre Brut und ihr Revier vor Artgenossen und anderen Arten verteidigen.

Kaisergänse auf der Suche nach Nahrung

Die Kaisergans als Nahrungsmittel zu nutzen ist bis dato noch kein verbreiteter Umstand in europäischen Ländern. Lediglich in ihren Heimatländern gilt diese Gans als annehmbares und sogar delikates Nahrungsmittel. In jener Zeit, in der die Gans nicht flugfähig ist, ist sie für deren Jäger ein besonders einfaches Ziel. Besonders für einige einheimische Völker stellt die Kaisergans daher ein beliebtes Nahrungsmittel dar, da sie verhaltensmäßig leicht zu erbeuten ist. Beobachter und Forscher gehen davon aus, dass sich der Geschmack der Kaisergans, welcher knoblauchartig und scharf ist auf die Ernährung der Tiere beziehen lassen.

Auf Kaisergänse muss gewartet werden

Im Gegensatz zu vielen anderen Vogelarten kehren Kaisergänse ungewöhnlich spät an ihre Brutplätze zurück. Erst Mitte Mai suchen die Kaiserganspaare ihr verhaltensmäßig großes Brutrevier wieder auf. Die sehr einfachen Nester, welche aus verschiedenen Pflanzenteilen zusammengebaut werden, befinden sich meist nah am Erdboden, wo sie außergewöhnlich gut getarnt sind. Die Brutzeit der Gänse liegt bei rund 25 Tagen und endet somit Anfang Juni. Ist die Brut erst einmal geboren, trennt sich das Paar voneinander. Die männlichen Tiere halten sich von diesem Zeitpunkt an überwiegend an der Uferzone auf, wo sie weit abgeschottet von den Weibchen sind. Von einer Brut überleben meist nur zwei bis drei Jungtiere, welche ihre Geschlechtsreife gegen Ende des zweiten Lebensjahres erreichen. Im Durchschnitt werden die Brutplätze im Oktober wieder verlassen.



Kaisergänse ernähren sich meist von Weich- und Krustentieren und unterschiedlichen anderen kleinen Lebewesen. Auch dies ist ein weiterer Unterschied zu anderen Vogelgattungen, denn diese Gansart ernährt sich nur in besonders kleinen Mengen von Gräsern. Hier spielt die pflanzliche Ernährung also eine ausgesprochen kleine Rolle. Die relativ kleinen Gänse mit ihrem mehr oder minder zierlichen Körperbau gehören in der heutigen Zeit zu einer bedrohten Tierart. Mit lediglich 150 bis 200 tausend Individuen sind sie auf dem besten Wege auszusterben. Dieser Umstand ist der langen flugunfähigkeit von September bist Anfang Juni zu verdanken.

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