Hühnergänse im Portrait

Hühnergänse, mit dem lateinischen Namen Cereopsis novaehollandiae, leben auf dem australischen Kontinent sowie in Tasmanien und ziehen dort die meist unbewohnten Inseln vor. Sie gehören zu der Gattung der Entenvögel und ähneln im Aussehen der Hausgans. Ein wesentlicher Unterschied ist aber die teilweise fehlenden Schwimmhäute an den Füßen. Männliche und weibliche Tiere unterscheiden sich im Erscheinungsbild kaum. Deren Oberkopf ist weiß, der restliche Kopf sowie der Hals hellgrau. Das Gefieder der Vögel ist ebenfalls grau und die Spitzen der Flügel sind schwarz. Der schwarze Schnabel lässt eine ausgeprägte gelbe Nasenhaut erkennen. Hierzulande werden Hühnergänse meist nur in zoologischen Einrichtungen gehalten und gezüchtet.



Hühnergänse sind sicher keine Wasserratten!

Die Hühnergans ist ein ausschließliches Weidetier, sie bevorzugen Gebiete mit kurzen Gräsern und Gestrüpp. Sie scheuen das Wasser und suchen es nur auf, wenn Gefahr droht. Bis 1960 wurden Hühnergänse nicht zu selten gejagt, da sie als Konkurrenz zu den Schafen angesehen wurden. 1965 betrug die Population der Gänse nur mehr etwa 6000 Tiere. Erst seit sie unter Tierschutz gestellt wurden, hat sich die Anzahl der Vögel wieder vermehrt.

Hühnergänse verbringen die meiste Zeit in ihrem Leben mit Fressen. In den Sommermonaten sind das beinahe 12 Stunden täglich und in den Wintermonaten bis zu 7 Stunden pro Tag. Vor allem bei der Nahrungsaufnahme sowie während der Brutzeit wurde ein sehr aggressives Verhalten zwischen den Tieren beobachtet. Hühnergänse reagieren sehr streitsüchtig, wenn sich zu nahe kommen. Sie drohen dann ihren Artgenossen, indem sie den Hals stark beugen, die Halsfedern weit sträuben und die Flügel breit vom Körper aufspannen. Bei einem Kampf setzen sie ihren Hals, den Schnabel, die Füße sowie die Flügel zum Angriff beziehungsweise zur Verteidigung ein.

Für die Fortpflanzung nehmen sich Hühnergänse besonders viel Zeit

Hühnergänse pflanzen sich vorwiegend das erste Mal mit 36 Monaten fort. Die Paarbildung hingegen erfolgt bereits in einem Alter von 12 Monaten und ist mit einem Alter von 24 Monaten meist abgeschlossen. Die Brutzeit findet während dem australischen Winter, also den europäischen Sommermonaten statt. Auch das Männchen ist während der Brutzeit sehr hilfreich. Es kümmert es sich beispielsweise um den Bau des Nestes. Dieses wird mit Daunenfedern verkleidet und gegen Feinde bis aufs Äußerste verteidigt. Für das Brüten selbst ist hingegen ausschließlich das Weibchen verantwortlich.



Es legt zwischen vier bis sieben cremefarbene Eier und lässt sich dafür bis zu zwei Tage Zeit. Nach zirka 35 Tagen schlüpfen die Küken und werden in den darauffolgenden Frühlingsmonaten flügge. Zu den Feinden der Hühnergänse, insbesondere die der Eier und Jungtiere, zählen Dickschnabelmöwen sowie Tasmankrähen.

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