Erfolg- und ertragreiche Gänsezucht auf Bauernhöfen

Gänsezucht bei professionellen Züchtern Biologische Gänsezucht – Foto: Nathalie P

Gänse werden seit dem frühen Altertum als Hof- und Nutztiere gezüchtet. Um erfolg- und ertragreich eine Gänsezucht zu betreiben müssen einige Faktoren berücksichtigt werden. Gänse leben ihr leben lang monogam als Pärchen zusammen, stirbt ein Teil des Gänsepärchens verbringt die zurückbleibende Gans ihr leben nicht selten als Witwer. Gänse brüten ausschließlich in Nester. In der Regel bauen Gänse ihre Nester selbst und eigenständig. Für eine Gänsezucht wird ein ruhiger nicht allzu heller Stall benötigt. Während des Nestbaus und der Brutzeit muss immer ausreichend Stroh vorhanden sein. Sollen mehrere Gänsepaare in einem Stall brüten müssen die Nester am Besten am Rand aufgebaut werden und seitlich geschlossen sein, damit sich die brütenden Gänse nicht gegenseitig stören. Zudem muss der Stall vor Raubtieren, Mäusen und Igeln geschützt sein. Gänse können sich selbst mit Futter versorgen, sie benötigen eine große Wiese, optimal ist diese in mehrere einzelne Bereiche unterteilt um eine Überweidung zu vermeiden.


Gänsezucht und kühle Jahreszeiten – kein Gegensatz

Zum Herbst meistens zwischen September und Oktober verpaaren sich Gänse für gewöhnlich, auch wenn die geschlechtliche Verpaarung zwischen Januar und Februar stattfindet. Schlachttiere sollten deshalb früh genug separiert werden.

Es wird zwischen Lege- und Bruthennen unterschieden. Legehennen mit ihrer hohen Leistung von bis zu 60 Eiern haben eine Nutzungsdauer von 4 Jahren, nach dem 5. Jahr lässt die Legeleistung deutlich nach. Bruthennen hingegen die oft zwei Gelege haben können deutlich länger genutzt werden, 6 bis 8 Jahre und in seltenen Fällen erhöht sich die Leistung auch auf bis zu 10 oder 15 Jahren.

Wenn Gänsezucht, dann behutsam und geduldig…

Schon während die Zuchttiere in der Aufzucht sind muss sehr genau auf das Futter geachtet werden. Nur mit einer optimal entwickelten Junggans können die Vorrausetzungen für ausreichend Bruteier in bester Qualität gestellt werden. Gänse legen durchschnittlich jeden 2. Tag ein Ei. Das erste Ei wird als so genanntes „Nest-Ei“ im Nest gelassen, die restlichen Eier werden entfernt, datiert und liegend gelagert. Sobald die Gans zu brüten anfängt, wird sie meistens träger und beginnt Daunen zu rupfen, dann werden die zuvor entfernten Eier ins Gelege zurückgelegt und das Nest-Ei entfernt. Mehr als 12 Eier schafft die brütende Gans nicht warm zu halten. Um zu vermeiden dass die Gans schlechte Eier bebrütet sollte am 10. und 27 Tag das so genannte Schieren erfolgen, sobald die Gans ihr Nest zum Fressen oder Baden verlassen hat. Dazu werden die Eier in einem dunklen Raum auf eine Lampe gesetzt und überprüft.


Nach 29 Tagen, spätestens nach 31 Tagen schlüpfen die Küken. Die Küken können sich normalerweise bis zu 3 Tage lang aus dem Ei ernähren. Ab dem 2. Lebenstag kann mit der Anfütterung begonnen werden. Es sollte auf jeden Fall eine Tränke bereit stehen.

  1 comment for “Erfolg- und ertragreiche Gänsezucht auf Bauernhöfen

  1. Eva Pinto
    19. Mai 2014 at 14:10

    meine Frage..
    wie oft brüten Gänse im Jahr.Unser 2 Pärchen haben im März aus 9 eiern je 8 küken ausgebrütet..alle sind gesund und munter und inzwischen schon recht gross.
    nun fangen beide Gänsefrauen wieder mit dem Eierlegen und Nestbau an..jede hat inzwischen schon wieder 2 eier gelegt..
    ich weiss nicht ob sie jetzt schon wieder brüten oder ob man die eier wegnehmen soll.

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