Deutschlands Gänsearten – weltbekannt und beliebt

Gänse sind große Wasservögel. Sie sind zwar mit Enten in einer Familie zusammengefasst, unterscheiden sich aber von diesen durch ihren längeren schlankeren Hals und die stärker aufgerichtete Körperhaltung. Gänse suchen ihre Nahrung im Gegensatz zu Enten ihre Nahrung auf dem Festland. Es sind lärmige Tiere bei dem die Geschlechter gleich gefärbt sind. In Deutschland ist das Wattenmeer ein regelrechtes Gänseparadies. Es ist Durchzugsstation und Winterquatier für Zehntausende von Gänsen. Die bekanntesten Gänsearten Deutschlands sollen im folgenden genauer vorgestellt werden. Dabei geht es primär um wilde Gänsearten.


Welche Gänsearten sind in Deutschland beheimatet?

Die Ringelgans ist mit einer Länge zwischen 56 – 61 cm kaum größer als eine Stockente und die kleinste Gänseart, die man in Deutschland finden kann. Sie brütet in der arktischen Tundra und den Küsten des Nordmeeres. Die Ringelgans trifft im Spätsommer in Deutschland ein und überwintert an den Küsten der Nord- und Ostsee. Die Nonnengans, auch Weißwangengans genannt, ist ein Zugvogel. Sie brütet im arktischen Sommer auf Grönland und arktischen Inseln. Den Winter verbringt sie wie die Ringelgans im Wattenmeer. Die Kanadgans ist die mit einer Länge von 91 – 102 cm die größte der hiesigen Gänsearten. Ursprünglich aus Nordamerika stammend, wurde sie in Europa in verschiedenen Regionen eingeführt. Verwilderte Exemplare kann man sie in Deutschland in Parks und an Seen antreffen. Eine weitere Gans, die in Island und der Arktis brütet, ist die Kurzschnabelgans.

Sie ist wie die Nonnengans ein Zugvogel und kommt im Spätsommer nach Deutschland, um hier zu überwintern. Die Graugans ist die einzige Gänseart, die auch in Deutschland brütet. Dies geschieht zumeist im nördlichen Teil unseres Landes. Diese Gänseart ist übrigens besonders durch Dr. Konrad Lorenz bekannt geworden. Er untersuchte ihr Verhalten und schrieb mehrere Bücher darüber. Dr. Lorenz fand heraus, dass das eben geschlüpfte Gänsejunge das erste bewegte Objekt, das ihm begegnet, als Mutter annimt. Man spricht dabei von Prägung. In der Natur ist das in der Regel das Gänseweibchen. Erfolgt die Prägung beispielsweise auf einen Menschen kann das Junge später nicht umgeprägt werden. Die Graugans ist aber auch noch aus einem anderen Grund von großer Bedeutung. Sie ist die Stammform unserer Hausgans.


Hausgänse auf Siegeszug durch deutsche Lande

Die meisten Hausgänse, der Begriff umschließt mehrere Unterarten, besitzen weißes Gefieder und sehen den Hausenten nicht unähnlich. Der Körperbau ist jedoch stärker aufgerichtet und können ein Gewicht von bis bis zu 15 kg erreichen. Sie liefert vor allem Fleisch. Die zahlreichen anderen Arten, die Züchter und Liebhaber halten, können hier leider nicht alle aufgezählt werden.

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