Das Leben der Gänse

In Deutschland, Österreich und der Schweiz kümmern sich noch heute tausende Bauern darum, dass Scharen von Gänsen ein unbeschwertes Leben führen können - Tag für Tag, Jahr für Jahr.

Worin unterscheidet sich die Familie der Echten Gänse von anderen Gänsen?

Unter den Gänsen gibt es verschiedene Untergruppen. Dort zu nennen sind die echten Gänse, die Schwäne, die auch eine Art der Gänse sind und letztlich die Hühnergänse. Bei den echten Gäsen wird wiederum unterschieden zwischen Feldgänsen und Meergänsen. Landläufig werden alle größeren Federtiere hierzulande als Gänse eingeordnet. Ursprünglich heimisch ist in Mitteleuropa hauptsächlich die Graugans. Sie ist eine Vertreterin der Feldgänse und hat sich durch Domestizierung zur Hausgans entwickelt. Die Domestizierung fang hier bereits durch die Römer statt. Man machte diese Gänse zu Haustieren, da man ihr Fleisch schätzte und auch ihre Federn weiterverarbeitete. Ein Beispiel für eine Meergans ist die Kanadagans. Sie war eigentlich nicht in Europa ansässig und wurde erst nach und nach eingebürgert, so dass sie heute auch häufiger zu sehen ist. Der auch artverwandte Schwan wurde einst als Ziervogel aus China importiert und dann auch in der Natur angesiedelt.

Bei echten Gänsen ist kaum ein sichtbarer Unterschied zwischen den weiblichen und den männlichen Tieren auszumachen. Außerdem sind sie eines der Tiere, das lebenslang in monogamen Beziehungen lebt. Das männliche Tier hilft dann auch dem weiblichen beim Nestbau. Die echten Gänse sind von Natur aus Flugvögel. Diese Fähigkeit ist bei einigen Arten, wie etwa bei der Hausgans bei der Domestizierung im Laufe der Zeit verloren gegangen.

Eine ursprünglich weit verbreitete Art der echten Gänse, letztlich eine Unterart der Graugans ist die Emder Gans, die heute in ihrem Bestand bedroht ist. Dieses sehr große, weiße Tier ist eine Gänseart, die durch ihre Beliebtheit eine sehr große Verbreitung gefunden hat. Nachweisbar von ihrer Zuchtgeschichte her bis in das Mittelalter und von der Herkunft her eher aus Norddeutschland wurde die Emder Gans bei der Besiedlund Nordamerikas auch dort eingeführt. Durch die lange Zeit erfolgte Linienzucht gibt es bei den weiblichen Tieren leider kaum mehr einen natürlichen Bruttrieb, was aber in letzter Zeit wieder vermeht gefördert wird.

Eine andere Durchaus verbreitete Gänserasse unter den Hausgänsen und damit auch echten Gänsen ist die Pommerngans. Charakteristisch ist hier das graugescheckte Federkleid. Ursprünglich waren diese Tiere in Pommern, auf Rügen und in der Uckermarck heimisch, heute sind sie in ganz Mitteleuropa relativ verbreitet. Hier wird die natürliche Brut auch noch relativ gut gepflegt, so dass dieser Weg der Arterhaltung bei der Pommerngans auch noch intakt ist und gute Aufzuchterfogle erzielt.